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Ein diskreter Ort im Herzen des Kathedralkomplexes

Der Kreuzgang der Kathedrale von Beauvais

Zwischen der Kathedrale Saint-Pierre, dem Saal Saint-Pierre und dem ehemaligen Bischofspalast bewahrt der Kreuzgang mehrere Jahrhunderte Geschichte, vom 11. bis zum 17. Jahrhundert.

11. Jh. Jahrhundert des Baus des Saals Saint-Pierre
14.–15. Jh. Älteste Teile des heutigen Kreuzgangs
16. Jh. Bau des Kapitelsaals
13 Zellen im gewölbten Keller
Ein zusammengesetztes Ensemble

Über Jahrhunderte errichtete Gebäude

Ein erster Kreuzgang dürfte an dieser Stelle bereits beim Bau der Basse-Œuvre Ende des 10. Jahrhunderts bestanden haben. Er ist vollständig verschwunden.

Der heute sichtbare Kreuzgang vereint Elemente sehr unterschiedlicher Epochen: den Saal Saint-Pierre aus dem 11. Jahrhundert, mittelalterliche Überreste, den Renaissance-Kapitelsaal und die im späten 17. Jahrhundert umgestalteten Galerien aus Backstein und Holz.

Einige Eckdaten

Eine tausendjährige Geschichte

Jeder Teil des Kreuzgangs zeugt von einer anderen Etappe in der Entwicklung des Kathedralkomplexes.

10. Jh.

Der erste Kreuzgang

Ein heute verschwundener Kreuzgang begleitete vermutlich die Basse-Œuvre.

1040–1050

Der Saal Saint-Pierre

Bau des ältesten noch erhaltenen Gebäudes rund um den Kreuzgang.

16. Jh.

Der Kapitelsaal

Er wird gleichzeitig mit dem Nordquerhaus der Kathedrale errichtet.

17. Jh.

Die Galerien

Die Backsteingalerien und die Holzkonstruktionen erhalten ihr heutiges Aussehen.

Das 16. Jahrhundert

Der Kapitelsaal

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbaut, ist er zeitgleich mit dem Nordquerhaus entstanden, mit dem er in Verbindung steht.

Seine eleganten Renaissance-Fenster kontrastieren mit den gotischen Arkaden, die das Ganze tragen. In diesem Saal versammelte sich das Kapitel der Domherren der Kathedrale.

Das Innere des Kapitelsaals wurde 2012 restauriert.
1040–1050

Der Saal Saint-Pierre

Der Saal Saint-Pierre ist das älteste Gebäude unter denen, die den Kreuzgang umgeben. Ohne direkt zum Kreuzgang zu gehören, bildet er dessen westlichen Abschluss.

Er beherbergte unter anderem das Schwurgericht. Ein Brand im Jahr 1995 hat leider sein Dachwerk zerstört.

Straßenseite

Ein stark verändertes Straßenniveau

Die zur Straße hin gelegene Fassade wurde stark umgestaltet. Man erkennt dort noch Spuren früherer Öffnungen, die heute größtenteils verschüttet sind.

Ihre Lage zeigt, dass das Straßenniveau seit dem 11. Jahrhundert um fast zwei Meter angehoben wurde.

Unter dem Saal Saint-Pierre

Die gewölbten Keller

Unter dem Saal befindet sich ein gewölbter Keller, der um einen zentralen Gang herum angelegt ist.

Dreizehn seitliche Zellen öffnen sich auf beiden Seiten: sechs auf der Treppenseite und sieben auf der gegenüberliegenden Seite.

Zwischen Kathedrale und Palast

Die Bischofsgalerie

Diese Galerie ermöglichte es dem Bischof, direkt von der Kathedrale aus zum Bischofspalast zu gelangen.

Sie überspannte die Straße und setzte sich früher durch einen ähnlichen Bau bis zum Palast fort, der heute das Departementsmuseum der Oise beherbergt.

Ihr äußeres Erscheinungsbild stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Innere wurde 2014 restauriert.
Ein Ort des Lebens und des Durchgangs

Die Funktionen des Kreuzgangs

Das Ensemble verband die wichtigsten Orte des religiösen, verwaltungstechnischen und juristischen Lebens rund um die Kathedrale.

01

Die Domherren versammeln

Der Kapitelsaal beherbergte die Versammlungen des Kollegiums der für das Leben der Kathedrale zuständigen Domherren.

02

Die Gebäude verbinden

Die Galerien gewährleisteten die Verbindung zwischen der Kathedrale, den Kapitelsälen und dem Bischofspalast.

03

Recht sprechen

Der Saal Saint-Pierre beherbergte unter anderem das Schwurgericht.

Die Entdeckung fortsetzen

Entdecken Sie den Kathedralkomplex von Beauvais

Der Kreuzgang bildet ein diskretes Bindeglied zwischen der Kathedrale Saint-Pierre, Notre-Dame de la Basse-Œuvre und dem ehemaligen Bischofspalast.